Wenn Kunstwerke auf Reisen gehen – So kommen Gemälde und Skulpturen unversehrt ans Ziel

Wenn Kunstwerke auf Reisen gehen, werden die Nerven der Besitzer auf eine harte Probe gestellt. Denn: Die fragilen Unikate legen dabei nicht selten weite Distanzen zurück, müssen die Fahrt sowie diverse Verladungen überstehen – ohne in irgendeiner Form Schaden zu nehmen. Dies erfordert ein professionelles Transportmanagement. Damit Ihre geschätzten Kostbarkeiten unbeschadet ans Ziel kommen, müssen sie optimal verpackt und liebevoll chauffiert werden. Dies sind die wichtigsten Tipps:

  • Hüllen Sie das Kunstwerk bitte mit äußerster Vorsicht in die Transportverpackung ein, da insbesondere die Oberfläche eines Gemäldes sehr anfällig für Kratzer ist! Bewegen Sie das Bild stets behutsam, da bereits kleine Erschütterungen zu Schäden am Motiv führen können!
  • Besonders kostengünstig ist das Einschlagen der Werke in Decken oder Tücher. Allerdings empfiehlt sich diese schlichte Methode des Transports nicht, da Fasern des Stoffes an der Bildoberfläche haften bleiben und Schäden verursachen können.
  • Statt hier Geld an falscher Stelle zu sparen, empfiehlt es sich, das kostbare Artefakt in eine Luftpolsterfolie einzuschlagen und in einen stabilen Karton als Umverpackung zu investieren. Dies ist die sicherste Methode, um ein geliebtes Accessoire heil ans Ziel zu befördern. Natürlich kann die kostbare Fracht auch in einer Kiste der adäquaten Größe chauffiert werden. Im Fachgeschäft erhalten Sie eigens für den Transport konzipierte Kisten, die passgenau auf Ihr Bild zugeschnitten sind. So kann auch ein andauerndes Verrutschen des Gemäldes während der Fahrt verhindert werden.
  • Die Luftpolsterfolie sollte das Bild vollständig umhüllen, ohne einzelne Passagen auszulassen. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Kunstwerk heil an seinen Bestimmungsort gelangt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Noppen nach außen zeigen, keinesfalls in Richtung des Bildes. Denn sonst entstehen während des Transports störende Glanzpunkte auf dem Bild, die nur äußerst schwer wieder zu entfernen sind.
  • Unbedingt empfehlenswert ist der Einsatz von Warnetiketten. Der klassische „zerbrechlich“-Hinweis auf dem Umkarton erfreut sich nicht umsonst einer hohen Beliebtheit, erhöht er doch die Erfolgsaussichten, das Kunstwerk unbeschadet zu transportieren. Auf die Art wissen die Spediteure oder die privaten Transporteure sofort Bescheid, was sich in dem Karton befindet und wie sie ihn behandeln müssen. Zudem schadet auch der Zusatzhinweis „trocken halten“ auf dem Karton nicht, da die Verantwortlichen bei Starkregen entsprechende Vorkehrungen treffen können.
  • Um insbesondere die Ecken des Gemälderahmens zu schützen, können speziell zu diesem Zweck gefertigte Bilderecken verwendet werden.
  • Ihre Meisterwerke sollen den Ozean durchqueren? Auch dies ist heute kein Problem mehr. Wellpapp-Container geleiten Ihre kostbare Fracht per Schiff trocken durch die Meere dieser Welt.

  • Gemälde sollten während der Reise nicht zwischen anderen Gegenständen eingeklemmt werden, um Schäden zu vermeiden. Dennoch sollten sie ausreichend stabil und rutschsicher befördert werden – möglichst mit Zugbändern fixiert. Um die Bilder weitestgehend vor Schäden durch Vibrationen zu schützen, ist es ratsam, die Kostbarkeiten aufrecht zu platzieren.
  • Vorsicht Temperaturschwankungen! Nur wenige wissen, dass auch große Temperaturunterschiede sich negativ auf ein Kunstwerk auswirken können. Sie zehren an dem Bild und schädigen dessen Oberfläche. Dies gilt übrigens auch für Skulpturen. In der Folge bilden sich unschöne Risse in den Farben von Gemälden, das Bild büßt seine Perfektion ein. Wählen Sie für den Umzug der Kunstwerke daher möglichst einen Termin, an dem die Außentemperaturen nicht allzu sehr von den Innentemperaturen abweichen. Also, im Sommer empfiehlt sich ein Transport am frühen Vormittag oder in den Abendstunden. Im Winter ist ein Transport um die Mittagszeit sinnvoll. Zusätzlich kann das Werk in diesem Fall vor Kälte geschützt werden – mit Decken oder anderen zur Verfügung stehenden Stoffen, die um den Karton gehüllt werden.
  • Stichwort Skulpturen: Aufgrund ihrer individuellen Formen gestaltet sich der Transport von Skulpturen weitaus schwieriger. Kleinere, leicht zerbrechliche Skulpturen können problemlos auch mit Ihnen im Pkw reisen. In Luftpolsterfolie, Decken oder Zeitungspapier verpackt, können sie bequem und sicher auf dem Wagenboden verstaut werden. Dabei sollte die Umverpackung mit Klebeband fixiert sein, sodass die Skulpturen am Transporttag nicht unbeabsichtigt wegrutschen und zu Boden fallen.
  • Für große Skulpturen bieten sich stabile Holz- oder Plastikkisten an, in die die geliebten Schätze gut hineinpassen. Zur Fixierung kann mit zusammengeknülltem Zeitungspapier gearbeitet werden, damit die kostbare Ware auf der Fahrt nicht hin und her rutscht. Wahlweise können Sie hierfür auch Holzwolle verwenden, um die Hohlräume auszufüllen. Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Kiste nicht ganz oben auf allen anderen Gegenständen transportiert wird, sondern möglichst bodennah und vor allem mit Bändern oder Seilen fixiert.
  • Gehen sehr viele sehr kostspielige Kunstwerke auf Reisen lohnt es sich immer, eine Spedition zu beauftragen. Denn: Zum einen sind Ihre Lieblinge hier über die Spedition versichert und zum anderen sorgen die professionellen Fachkräfte mit ihrem Knowhow dafür, dass Ihre wertvollen Artefakte makellos ans Ziel kommen.
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